Brevet und Bachelor
Militärpilot gehört zu den exklusivsten Berufen überhaupt. Am 15. Dezember 2011 wurden nach einer Pause von eineinhalb Jahren wieder elf neue Piloten brevetiert. Diese Absolventen der Pilotenklasse 05 sind die ersten, die das neue Ausbildungsprogramm mit integriertem Aviatikstudium bestanden haben.
Von ursprünglich 550 Bewerbern konnten lediglich elf im würdigen Hotel Waldstätterhof in Brunnen (SZ) die «Wings» entgegennehmen. Diese Flügel an der Uniform sind das äussere Zeichen dafür, dass die jungen Männer eine äusserst langwierige und anspruchsvolle Ausbildung hinter sich haben. Nach dem strengen Auswahlverfahren mussten sie zuerst die Ausbildung zum Offizier absolvieren. Anschliessend drückten sie drei Jahre lang an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur die Schulbank und erlangen parallel dazu eine zivile Berufspilotenlizenz. Darauf folgten zwei Jahre bei der Pilotenschule der Luftwaffe, wo sie die militärische Fliegerei auf Pilatus PC-7, Pilatus PC-21 und Eurocopter EC635 erlernten. Oberst Thierry Goetschmann, Kommandant der Pilotenschule, betonte aber an der Brevetierungsfeier: «Sie werden heute zwar brevetiert und zum Oberleutnant befördert. Doch das ist nicht das Ende Ihrer Ausbildung, es ist nur eine Etappe.» Denn, wie Brigadier Werner Epper, Kommandant des Lehrverbands Flieger 31, erklärte: «Sie verlassen den Lehrverband nun und werden in Staffeln eingeteilt, doch dort wartet zuerst der Umschulungskurs auf die F/A-18 Hornet oder auf den Cougar auf Sie.»


- (vLnR) Oben: Oblt M. Thöni, Oblt M. Krüsi, Oblt D. Vielle, Oblt A. Menk, Oblt M. Müller - (vLnR) Unten: Oblt. M. Lauber, Oblt M. Merz, Oblt A. Fleury, Oblt S. Schaupp, Oblt A. Guerrazzi, Oblt W. Hug
Hohes Niveau erreicht
Die Berufsmilitärpiloten fliegen heute hochmoderne und äusserst komplexe Jets und Helikopter. Dies ist auch der Grund für die neue akademische Ausbildung. «Moderne Piloten haben eine hohe Verantwortung und müssen eine regelrechte Informationsflut bewältigen. Dazu ist nebst Flexibilität und räumlichem Vorstellungsvermögen auch ein sehr hohes technisches Verständnis nötig.» Darauf habe man mit der fünfjährigen Pilotenausbildung hingearbeitet – und dies mit Erfolg. «In vielen Bereichen können Sie heute mit Ihren Fluglehrern mithalten. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Erfahrung», sagte Oberst Goetschmann. Es sei eine Freude für einen Instruktor, wenn seine Schüler das eigene Niveau erreichen oder gar übertreffen, fügte er an.
Abkehr vom Sparkurs
Als Festredner trat SVP-Nationalrat Pirmin Schwander (SZ), Unternehmer und Milizoberst, auf. Er zeigte sich erfreut darüber, dass das Parlament nach 20 Jahren vom Sparkurs bei der Armee abgekommen ist. «Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Armee, wie vom alten Parlament beschlossen, mehr Mittel und neue Kampfjets bekommt», bekräftige er. Den Abschluss der Pilotenbrevetierung bildeten Flugvorführungen des Super Puma Display Teams und der Patrouille Suisse.
Die Berufsmilitärpiloten fliegen heute hochmoderne und äusserst komplexe Jets und Helikopter. Dies ist auch der Grund für die neue akademische Ausbildung. «Moderne Piloten haben eine hohe Verantwortung und müssen eine regelrechte Informationsflut bewältigen. Dazu ist nebst Flexibilität und räumlichem Vorstellungsvermögen auch ein sehr hohes technisches Verständnis nötig.» Darauf habe man mit der fünfjährigen Pilotenausbildung hingearbeitet – und dies mit Erfolg. «In vielen Bereichen können Sie heute mit Ihren Fluglehrern mithalten. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Erfahrung», sagte Oberst Goetschmann. Es sei eine Freude für einen Instruktor, wenn seine Schüler das eigene Niveau erreichen oder gar übertreffen, fügte er an.
Abkehr vom Sparkurs
Als Festredner trat SVP-Nationalrat Pirmin Schwander (SZ), Unternehmer und Milizoberst, auf. Er zeigte sich erfreut darüber, dass das Parlament nach 20 Jahren vom Sparkurs bei der Armee abgekommen ist. «Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Armee, wie vom alten Parlament beschlossen, mehr Mittel und neue Kampfjets bekommt», bekräftige er. Den Abschluss der Pilotenbrevetierung bildeten Flugvorführungen des Super Puma Display Teams und der Patrouille Suisse.


