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Schweizer Luftwaffe

Seit 65 Jahren am Walliser Himmel

Der Militärflugplatz Sion hat am Freitag, 26. September 2008, und am Samstag, 27. September 2008, sein 65-jähriges Bestehen gefeiert. Mehr als 18'000 von Besucherinnen und Besuchern haben vor der atemberaubenden Kulisse der Walliser Bergwelt den Flugvorführungen von PC-7 TEAM und Patrouille Suisse sowie des F/A-18 Displaypiloten beigewohnt.

Es war 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, als sich ein erstes Detachement der Schweizer Luftwaffe in der Rhoneebene bei Sion niederliess. Seither hat der Walliser Militärflugplatz viele Flugzeugtypen kommen und gehen sehen. Der Jet mit dem stärksten Charakter, der die grösste Faszination zu wecken vermochte, war wohl die Mirage III. Einen Schwerpunkt bildet in Sion aber die Grundausbildung der Jetpiloten. Dies begann, als man zum Kompetenzzentrum für den Unterhalt der Vampire-Trainer und später von deren Nachfolgern, den Hawks, wurde. Heute fliegt die Jetpilotenschule ab Sion die hochmodernen Propellerflugzeuge PC-21 vom Schweizer Hersteller Pilatus. Der grossen Bedeutung des Militärflugplatzes Sion erwiesen nun, anlässlich des Jubiläums, die Kunstflugstaffeln der Schweizer Luftwaffe die Referenz. Sowohl die Patrouille Suisse als auch das PC-7 TEAM nutzten die Bergwelt nicht nur als Hintergrund für ihre mit höchster Präzision geflogenen Figuren. Viel mehr integrierten sie die ausserordentliche Topografie gekonnt in ihr Programm. Auch die F/A-18 Hornet, auf dem Militärflugplatz Sion ein regelmässiger Gast, wurde dem zahlreich angereisten Publikum eindrücklich präsentiert. Displaypilot Hauptmann Thomas Peier zeigte die extremen Flugleistungen seiner Maschine.

Bei der offiziellen Jubiläumsfeier, die am Freitagvormittag stattfand, stellte Antoine Jacquod, Chef des Militärflugplatzes, die Base aérienne Sion vor. Er betonte, dass auf dem Flugplatz 125 Mitarbeiter und 42 Lehrlinge beschäftigt werden. Jährlich erbringe das Militär Leistungen im Wert von fünf bis acht Millionen Franken zugunsten des zivilen Teils des Flugplatzes – beispielsweise für das Instrumentenlandesystem, das Radar und die Schneeräumung. Weiter würden in den militärischen Teil jährlich fünf bis zehn Millionen Franken investiert. Diese Aufträge gehen an Firmen aus der Region. Staats- und Ständerat Jean-René Fournier sowie François Mudry, Stadtpräsident von Sion, anerkannten in ihren Ansprachen die wirtschaftliche Bedeutung des Flugplatzes. Sie wünschten sich aber aus Lärmgründen Helikopter und Propellerflugzeuge statt Kampfjets. Divisionär Markus Gygax, Kommandant ad interim der Luftwaffe, entgegnete darauf: «Es war die Regierung des Kantons Wallis, die im Rahmen des Stationierungskonzepts forderte, die Kampfjets ab Sion – nicht ab Raron oder Turtmann – zu betreiben.» Er räumte ein, dass die Kampfjets Lärm verursachen, gab aber zu bedenken: «Oft bleibt der Jetlärm auf acht Mal 20 Sekunden pro Tag beschränkt. An Wochenenden wird nicht geflogen und wir halten eine Mittagspause ein. Ich bin überzeugt, dass Sie keine zivile Fluggesellschaft finden, die unter solchen Bedingungen so viele Arbeitsplätze schafft.»

 

Den Gästen wurde der Alarmstart einer F/A-18 demonstriert. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Den Gästen wurde der Alarmstart einer F/A-18 demonstriert.
Das PC-7 TEAM sorgte für Bilder, wie es sie nur in Sion gibt. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Das PC-7 TEAM sorgte für Bilder, wie es sie nur in Sion gibt.
Divisionär Markus Gygax beim Interview mit Télévision Suisse Romande (TSR). (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Divisionär Markus Gygax beim Interview mit Télévision Suisse Romande (TSR).
Höchste Präzision vor blauem Himmel: Das Display des PC-7 TEAM. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Höchste Präzision vor blauem Himmel: Das Display des PC-7 TEAM.
Die F/A-18 wurde dem Publikum in fliegerischer Perfektion gezeigt. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Die F/A-18 wurde dem Publikum in fliegerischer Perfektion gezeigt.
Das Hornet Display kam vor den eindrücklichen Bergen besonders gut zur Geltung. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Das Hornet Display kam vor den eindrücklichen Bergen besonders gut zur Geltung.
Das PC-7 TEAM präsentiert sich direkt vor den Zuschauern. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Das PC-7 TEAM präsentiert sich direkt vor den Zuschauern.
Hawker Siddeley Hunter F Mk 58 hautnah. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Hawker Siddeley Hunter F Mk 58 hautnah.
Das PC-7 TEAM über dem Flugplatz. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Das PC-7 TEAM über dem Flugplatz.
Im Einsatz stehende und ausgemusterte Maschinen der Luftwaffe. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Die im Einsatz stehenden und die ausgemusterten Maschinen der Luftwaffe.
Die Patrouille Suisse im Anflug. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Die Patrouille Suisse im Anflug.
Nochmals die Patrouille Suisse in perfekter Formation. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Nochmals die Patrouille Suisse in perfekter Formation.
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Zuletzt aktualisiert am: 12.05.2010
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