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Schweizer Luftwaffe

Dassault Falcon 50

Dassault Falcon 50 über den Wolken

Hersteller: Avions Marcel Dassault-Brequet, Frankreich
Baujahr: 1982
Kapazität: 2 Piloten, maximal 10 Passagiere (9 PAX, davon max. 6 VIP, 1 Cabin Attendant)
Flugbegleitung: ja
Catering: ja
Toilette: ja
Im Einsatz seit: 1996
Anzahl beschaffter Flugzeuge: 1

Registration: T-783

 

Der Firmenjet war früher bei Aeroleasing Genf zivil als HB-IEP eingetragen. Im Dezember 1995 kauft das damalige EMD von der Aeroleasing für friedenserhaltende Operationen im Rahmen der UN und der OSZE sowie für Bundesratsreisen die dreistrahlige Occasionsmaschine. Am 31.01.1996 wurde sie mit Schweizer Hoheitszeichen und der neuen militärischen Registration T-783 von der Luftwaffe übernommen und in Payerne stationiert. Seit dem 01.02.1996 ist sie Eigentum der Luftwaffe. Davor wurde die Falcon 50 aber bereits einige Zeit im Leasingsystem durch Piloten unserer Luftwaffe operiert. 1999 wurde der Jet mit einem Glascockpit auf den Stand der Falcon 50EX modernisiert. Das Flugzeug wurde dabei mit einem EFIS (Electronic Flight Instrument System) vom Typ Collins Proline 4 ausgerüstet. Nach einer Werksüberholung im Herbst 2006 erhielt der Falcon eine neue, attraktive Bemalung.

 

Geschichte

Anfangs der 1970er-Jahre begann Dassault mit der Entwicklung eines neuen Geschäftsreiseflugzeugs, welches im Gegensatz zu den bisherigen Modellen – Falcon 10 und Falcon 20 – vor allem dem Bedarf nach Flugzeugen mit deutlich höherer Reichweite gerecht werden sollte. Insbesondere sollten Non-Stop-Flüge über den Atlantik und von der West- an die Ostküste der USA beziehungsweise umgekehrt möglich sein. Um solche Langstreckenflüge zu ermöglichen, wurden nicht nur Zelle und Tanks vergrössert, sondern Dassault entwickelte auch die für Geschäftsreiseflugzeuge bis heute einmalige Konstruktion mit drei anstelle der üblichen zwei Triebwerke. Dies war insofern von Vorteil, als bereits in den 1950er-Jahren alle Routenbeschränkungen für dreistrahlige Flugzeuge aufgehoben worden wären, während für Zweistrahler nach wie vor die strenge 60-Minuten-Regel galt, was deren Nutzbarkeit bei Routen über Wasser stark einschränkte.

Am 7. November 1976 starteten die beiden Piloten Hervé Leprince-Ringuet und Gérard Joyeuse in Mérignac schließlich zum Erstflug mit einem Prototypen. Bereits einen Monat später wurde allerdings beschlossen, einen verbesserten, superkritischen Flügel für die Falcon 50 zu entwickeln. Eine so umgerüstete Maschine flog zum ersten Mal am 6. Mai 1977. Damit wurde die Falcon 50 zum ersten Zivilflugzeug mit superkritischen Tragflächen. Diese Flügelkonstruktion erwies sich als so erfolgreich, dass für die wesentlich größeren Falcon 900 und Falcon 2000 derselbe Flügel fast unverändert übernommen wurde. Die Zulassung wurde am 27. Februar 1997 erteilt.

Die Serienfertigung wurde bereits 1976 aufgenommen und zwischen verschiedenen Dassault-Werken sowie Aérospatiale aufgeteilt. Die Produktion der Falcon 50 wurde im Jahr 2008 eingestellt.

 

 

Technische Daten

Fluggeschwindigkeit:880 km/h
Reichweite:6'480 km
Spannweite:18.86 m
Rumpflänge:18,52 m
Höhe im Flug:6,10 m
Triebwerk:3 x Garrett AiResearch (heute Teil von Honeywell International) TFE731-3-1C
Fluggewicht:18'500 kg
    Für Fragen zu dieser Seite: Kommunikation Luftwaffe
    Zuletzt aktualisiert am: 24.04.2012
    Verbandsabzeichen Luftwaffe

    Fotos

    Weitere Bilder finden Sie hier

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