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Schweizer Luftwaffe

Pilatus NCPC-7 (PC-7 Turbo-Trainer)

Eine PC 7 über einem See
Hersteller: Pilatus Aircraft Ltd, Stans, Schweiz
Baujahr: 1982
Verwendungszweck: Grund-, IFR- und Kunstflugschulung, Verbandsflug
Besatzung: 1 Pilot, 1 Schüler / 1 Passagier
Im Einsatz seit: 1982/1983
Anzahl beschaffter Flugzeuge: 40
Anzahl Flugzeuge noch im Einsatz: 28 (Bestand im April 2012)

Registrationen: A-902 bis A-941

 

NCPC-7 über den Schweizer Bergen (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Das Flugzeug PC-7/CH Turbo-Trainer ist ein zweisitziger Trainer für die moderne Pilotenausbildung. Der PC-7 dient im militärischen Bereich der Grundausbildung, besonders im Kunstflug und IFR-Flug («Blindflug»). Die Ausbildungs- und Trainingsflugzeuge PC-7 zählen weltweit zu den leistungsfähigsten und modernsten Typen dieser Kategorie; sie sind seit 1982 in den Pilotenschulen der Schweizer Luftwaffe im Einsatz.

 

 

Upgrades / Ausrüstungsergänzungen

 

Badge am Prototyp des NCPC-7 (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Im Oktober 2006 erhielt die Luftwaffe die ersten zwei umgebauten PC-7 mit dem Neuen Cockpit (NCPC-7). Der Grundstein für das Projekt wurde im Jahr 2002 mit einer Studie zur Modernisierung der bestehenden PC-7 Flotte gelegt. Der Prototyp wurde von der Armasuisse am 30.09.2003 zum ersten Mal geflogen. Die Modifikation von 18 Flugzeugen erfolgte im Rahmen des Rüstungsprogramms 2005 ab dem Jahre 2006. Ein Glas-Cockpit, GPS, 3-achs-Autopilot, ein zweites VHF-Funkgerät sowie ein neuer Anstrich sind die markantesten Neuerungen. Das Tandem Cockpit ist vorne und hinten mit je einem «Primary Flight Display» (PFD) 6 x 8 Bildschirm und je einem «Secondary Flight Display System» (SFD) bestückt. Die gleiche oder ähnliche Avionik wurde von der Firma Pilatus im PC-9M und PC-21 eingebaut. Durch den Upgrade wurde das Einsatzspektrum markant erweitert. Neu ist das Flugzeug mittels zivilen IFR-Verfahren einsetzbar und erlaubt auch die Ausbildung nach JAR FCL.

Am 29. Februar 2008 wurden die insgesamt 18 NCPC-7 (A-924 - A-941) anlässlich einer kleinen Feier der Luftwaffe offiziell übergeben. Gleichentags wurden die Verträge für den Umbau von zehn weiteren PC-7 (A-912 - A-923) unterzeichnet. Diese zweite Tranche konnte im 2009 erfolgreich realisiert werden. Auch der von der RUAG Aerospace gebaute Simulator ist seit dem Frühjahr 2008 in Betrieb.

Die Schweizer Luftwaffe verfügt somit über 28 topmoderne Grundschulflugzeuge. Die Kosten beliefen sich auf rund CHF 36 Mio. für die erste und CHF 20 Mio. für die zweite Tranche.

 

NCPC-7 bei klarem Wetter in den Schweizer Bergen (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Seit 2007 erfolgt die Fliegerische Abklärung (Selektion) und die Grundausbildung in der Pilotenschule ausschliesslich auf dem NCPC-7 in Locarno. Die IFR-Ausbildung wird durch die IFl St 14 unterstützt. Im Weiteren wird ein Teil der Flotte durch das PC-7 TEAM Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. und für Spezialeinsätze im Luftpolizeidienst (LPD) eingesetzt. Auf dem NCPC-7 wurden im Jahr 2007 erstmals zivile IR-Berechtigungen revalidiert. Ebenfalls im 2007 wurden Piloten, welche als Fluglehrer in der Pilotenschule eingesetzt sind, Piloten der IFl St 14 sowie die Mitglieder des PC-7 TEAMs auf den NCPC-7 umgeschult. Mit diesem Umbau wurde ein weiterer Schritt in eine moderne Pilotenausbildung gemacht.

Zu den 28 umgebauten und alle auf den gleichen technischen Stand gebrachten NCPC-7 verblieben im Herbst 2009 noch fünf «alte» PC-7 bei der Luftwaffe im Einsatz, die aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr umgebaut wurden. Bis Ende 2009 war die Luftwaffe bei vier verbleibenden Flugzeugen, im Februar 2010 noch bei zwei (A-909 und A-910) und etwa Ende 1. Quartal 2010 waren dann alle «alten» ausgeflogen und somit aus Sicht der Luftwaffe liquidiert, respektive konnten via armasuisse zum Verkauf angeboten werden (A-904 und A-909).

Das Flugzeug A-903 mit einem eingeknickten Bugfahrwerk (technisches Problem bei der Landung am 31.05.2007) wurde an Pilatus verkauft, ebenso wie die A-910. Ein PC-7 wurde an das Flieger-Flab-Museum Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. im Air Force Center in Dübendorf (ZH) abgeliefert (A-902), eine Maschine zu Gunsten des Musée de l'Aviation Militaire de Payerne Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. «Clin d'Ailes» (A-908). Die A-907 wurde dem Fliegermuseum Altenrhein («the flying museum») abgegeben und fliegt heute mit der zivilen Immatrikulation T7-FMA von San Marino und die A-906 wurde im Frühjahr 2010 zum AMPA Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. Lausanne überflogen.


Verluste
Die folgenden PC-7 gingen durch Abstürze verloren: A-905 (07.03.1990, Lac de Chanrion im Val des Bagnes, VS), A-920 (15.04.1994, Oberstocken, BE. Nordhang des Stockhorns) und A-921 (12.11.2001, bei Bonaduz, GR). Details siehe Buch Gebrochene Flügel von Peter Brotschi.

 

Technische Daten

Max. Geschwindigkeit:270 kts (500 km/h)
Max. Steigleistung:2'000 ft/min (11 m/s)
Max. Einsatzhöhe:FL 250 (8'200 m/M)
Flugdauer:3 Stunden 30 Minuten
Reichweite:780 NM (1'444 km)
Bauart:Freitragender Tiefdecker, Ganzmetall
Länge:9.8 m
Höhe:3.2 m
Spannweite:10.4 m
Max. Abfluggewicht:2'100 kg
Triebwerk:Propellerturbine Pratt & Whitney Canada PT6A-25A (550 PS)
Propeller:3-Blatt Verstellpropeller
Ausrüstung:Doppelsteuer, Funk- und Blindflugausrüstung, Einziehfahrwerk

 

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    Zuletzt aktualisiert am: 24.04.2012
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