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Schweizer Luftwaffe

Eurocopter AS532UL Cougar Mk1

Cougar über Gewässer

Hersteller: Eurocopter, Marignane, France
Endmontage: 10 Cougar bei RUAG Aerospace (2 Cougar direkt von Eurocopter)
Baujahre: 1998 (Eurocopter), 2000 bis 2002 (bei RUAG Aerospace)
Verwendungszweck: Transport, Rettung, Katastrophenhilfe
Besatzung: 1 Pilot und 1 Copilot (und/oder 1 Flight Engineer)
Transportkapazität / Nutzlast: 18 Passagiere oder max. 4 t Zuladung oder Aussenlast
Anzahl beschaffter Helikopter: 12
Anzahl Helikopter noch im Einsatz: : 11 (Bestand im Dezember 2011)

Immatrikulation: T-331 bis T-342

 

1986 bestellte die Schweizer Luftwaffe bei der französischen Firma Aérospatiale (heute Eurocopter) drei Helikopter vom Typ AS332 Super Puma. Kaum war die erste Maschine im Sommer 1987 ausgeliefert, wurde die Schweiz von schwersten Unwettern heimgesucht. Bei erfolgreichen Hilfseinsätzen erwies sich der Super Puma als wirkungsvolles Transportmittel. So wurden 1989 weitere 12 Super Puma bestellt. Dieser weltweit eingesetzte Transporthelikopter bewährte sich bei den verschiedensten Truppeneinsätzen und wurde auch bei friedenserhaltenden und friedensfördernden Aktionen zum unentbehrlichen Gerät.

Die Super Puma werden bei der Schweizer Armee auch mit Transporthelikopter 89 (TH 89) bezeichnet.

Mit dem Rüstungsprogramm 1998 wurde für 320 Millionen Franken die Beschaffung weiterer zwölf mittelschwerer Transporthelikopter 98 (TH 98) vorgeschlagen und bewilligt. Da es sich bei diesen Helikopern um eine neue Generation hinsichtlich Ausrüstung handelt und um Missverständnissen vorzubeugen, erhalten diese neuen Maschinen den Namen «Cougar».

 

Die ersten beiden Cougar treffen ein

Die ersten beiden Cougar (TH 98) wurden direkt von der Firma Eurocopter in Marignane bei Marseille fertig angeliefert. Am 16.02.2001 traf der erste Cougar mit der Kennung T-333, pilotiert von Gruppe Rüstung-Chefpilot Rolf Beglinger und Testpilot Ruedi Engeler, nach einem 2 1/2-stündigen Flug vom Herstellerwerk in Frankreich bei der SF in Emmen ein.

Die restlichen zehn Helikopter wurden ab dem 17.01.2000 durch die damalige SF Schweizerische Unternehmung für Flugzeuge und Systeme in Emmen endmontiert. Der letzte Cougar aus der nun als RUAG Aerospace bekannten Unternehmung  (T-342) hat seinen Erstflug am 14.05.2002 absolviert.

 

Übergabe an die Luftwaffe

Der erste von zwölf TH-98-Transporthelikoptern Eurocopter AS532UL Cougar Mk1 ist am 2. Mai 2001 in Belp der Luftwaffe übergeben worden. Am 27.09.2002 übergab der Rüstungschef Dr. Alfred Markwalder die komplette Flotte von 12 Cougar in Alpnach formell dem Luftwaffenchef KKdt Hansruedi Fehrlin. Damit verfügt die Luftwaffe seit diesem Datum über eine wesentlich erhöhte Transportkapazität.

 

Cougar - die «High-Tech-Raubkatze»

Der Cougar - der amerikanische «Berglöwe» - ist mit einem modernen «Glass-Cockpit» ausgerüstet. Jahrzehntelang dominierten meist runde Anzeigeinstrumente mit ihren nervösen Zeigern die Flugzeugcockpits. In der Luftwaffe hat nach der F/A-18 Hornet jetzt auch im Cougar die modernste Elektronik Einzug gehalten, was sich in verschiedenen Bildschirmen äussert, auf denen von Computern generierte, klar erkennbare Symbole und Zeichen flimmerfrei und in optimaler Farbqualität dargestellt werden. Im Artikel «Komplex und zuverlässig» aus der «Luftwaffenzeitung» N° 22 vom Juni 2001, den Sie weiter unten auf dieser Seite als PDF finden, werden Ihnen unter anderem die vielen technischen Neuigkeiten detailliert vorgestellt.

Ein Cougar (T-331) erhielt neben einer Klimaanlage auch einen besseren Schallschutz und komfortablere Sitze. Diese direkt von Eurocopter gelieferte Maschine wird deshalb auch als «Confort» bezeichnet und eignet sich besonders gut zum Transport von VIPs.

Verlust
Am 30.03.2011 stürzte die Maschine mit der Kennung T-341 im Maderanertal (UR) ab. An Bord des Helikopters befanden sich drei Besatzungsmitglieder – zwei Piloten und ein Loadmaster.

 

 

Technische Daten

Reisegeschwindigkeit:ca. 250 km/h
Max. Geschwindigkeit:ca. 275 - 300 km/h
Max. Steigleistung:8 m/s
Max. Einsatzhöhe:ca. 4100 m/M (ohne Nutzlast bis ca. 7000 m/M)
Max. Flugdauer:ca. 4 Stunden mit internem Brennstoff
Vertikale Steigrate:max. 7 - 15 m/s, je nach Masse und Geschwindigkeit
Schwebehöhe max.ca. 1650 m ohne Bodeneffekt, 2800 m mit Bodeneffekt (bei 9000 kg Startmasse)
Reichweite / Einsatzdistanz:ca. 800 km
Durch den Einbau von Zusatztanks kann die Reichweite verdoppelt werden. Dies geht allerdings auf Kosten der Transportkapazität und des Volumens
Bauart:Leichtgepanzertes Cockpit, stahlrohrverstärkte Gerüstekonstruktion, Verschalung in Leichtmetall- und Gemischtbauweise
Länge über Rotor:18.7 m (Rotorblatt nach vorn)
Länge:16.29 m
Höhe über Heckrotor:4.92 m
Breite:3.79 m (Rotor gefaltet)
Massen (Gewichte):Leermasse: ca. 5200 kg
 Max. Startmasse (MTOM): 9000 kg
 Normale Startmasse: 8600 kg
Interne Zuladung:max. 3000 kg oder 18 ausgerüstete Soldaten
Externe Zuladung am Haken:ca. 3500 - 4000 kg
Brennstoffkapazität:max. 2000 l
Triebwerke:2 Turboméca Makila 1A1
 Typ: Turbo-Triebwerk mit ca. 2400 kW
 Max. Dauerleistung: 2 x ca. 1200 kW
 Max. Startleistung: 2 x ca. 1400 kW
Hauptrotor:4 Blatt, Durchmesser 15.58 m
Heckrotor:5 Blatt, Durchmesser 3.05 m
Ausrüstung:Blindflugausrüstung, Skis, Sanitätsbahren, Lastenschloss, Rettungswinde, Kabelschere
 Rettungswinde: max. 270 kg bei ca. 75 m Seillänge

 

    Für Fragen zu dieser Seite: Kommunikation Luftwaffe
    Zuletzt aktualisiert am: 22.12.2011
    Verbandsabzeichen Luftwaffe

    Fotos

     

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