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Schweizer Luftwaffe

Pioniere / Schweizer Pioniere für Wirtschaft und Technik

Schweizer Wegbereiter des Luftverkehrs

 

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Band 67

Deutsch
Format: 17 x 24cm
Umfang: 94 Seiten, 92 Abbildungen

 ISBN 3-909059-15-5
CHF 22.- (zuzüglich Versandkosten)

 

Bestelladresse:
Verein für wirtschaftliche Studien
Weidäckerstrasse 66
8706 Meilen

 

Im März 1910 fand über dem zugefrohrenen St Moritzersee der erste erfolgreiche Motorflug in der Schweiz statt und leistete damit bei uns die Pionierzeit des Fliegens  "schwerer als Luft" ein. Kurz danach, im Juli, nahm die Luftschiff  Station Luzern ihren Betrieb mit lenkbaren Ballonen auf, wobei die Luftschiffe zwei Jahre später durch Wasserflugzeuge ersetzt wurden.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges brachte das Ende dieses ersten gewerbsmässigen - und lediglich touristischen Zwecken dienenden - Luftfahrtsunternehmens unseres Landes.

Zur selben Zeit wurde Hauptmann Theodor Real (1881-1871), dem 1911 der erste Flug vom Ausland in die Schweiz gelungen war, von der Generalstaabsabteilung beauftragt, die Fliegertruppe aufzustellen. Mit der Beendigung des Krieges - 1918 - mussten sich die meisten Millitärpiloten nach einer anderen Tätigkeit umsehen; einige von ihnen, wie Walter Mittelholzer, Alfred Comte und Oskar Bider, gründeten Fluggesellschaften und setzten ausgediente Millitärmaschinen ein.

Viele dieser kleinen Gesellschaften verschwanden bald wieder, andere schlossen sich zu grösseren Unternehmen zusammen wie beispielsweise Ende 1919 zur Ad Astra in Zürich, die wiederum 12 Jahre später mit der Basler Balair zur Swissair fusionierte.

 

Die ersten regelmässigen Passagierflüge wurden jedoch von der Fliegertruppe ausgeführt. Anfang 1919 hatte diese Abteilung veranlasst, wie es in einer Mitteilung der Flugplatzdirektion Dübendorf hiess, durch die schlechten Zugverbindungen einen regelmässigen Kurierdienst zwischen Dübendorf und Bern eingeführt, der vom April bis zur Einstellung im Herbst bis nach Lausanne und Genf ausgedehnt wurde und zugleich dem Transport von zivilen Passagieren und Post diente.

Damit hatte Arnold Isler (1882-1941), zu jener Zeit Leiter des Millitärflugplatzes Dübendorf, wertvolle Impulse für die zukünftige Luftfahrt gegeben. Isler, der im Sommer des gleichen Jahres mit Robert Ackermann auf dem Jungfraujoch die erste Hochgebirgslandung ausführte, wurde im folgenden Jahr - 1920 - vom Bundesrat als Direktor des neugeschaffenen Eidgenössischen Luftamtes gewählt; in dieser Eigenschaft erarbeitete er die Grundlagen für die Organisation der schweizerischen Zivilluftfahrt.

Überaus wertvolle Beiträge zum Aufbau des schweizerischen Luftverkehrs leistete Prof Eduard Amstutz (1903-1985); nach seiner Tätigkeit als Kontrollingenieur im eidgenössischen Luftamt übernahm er 1937 die Professur für Flugzeugstatik und Flugzeugbau an der ETH in Zürich und war massgeblich am Entwurf der Flugzeuge Pilatus SB-2 Pelican, dem Vorläufer des PC-6 Porters, beteiligt.

1941 wurde er vom Bundesamt als Delegierter für zivile Luftfahrt berufen, vertrat den Bund im Verwaltungsrat der Swissair und übte entscheidenden Einfluss auf die Planung und Entwicklung der schweizerischen Luftverkehrspolitik aus.

Ebenso nachhaltig wirkte sich die Tätigkeit von Walter Berchtold (1906-1986) aus, der 1950 zum Direktionsassistenten der zu jener Zeit mit grossen Schwierigkeiten kämpfenden Swissair berufen wurde. Mit neuen Managementmethoden führte er unser nationale Fluggesellschaft zu wirtschaftlichem Erfolg, und unter seiner Leitung baute die Swissair ihr weltweites Netz auf und leitete den Übergang vomKolbenmotor zum Stahltriebwerk ein.

Im letzten Abschnitt dieser Schrift über Wegbereiter des Luftverkehrs wird das Wirken von Prof Jackob Ackeret (1898-1981) gewürdigt, der als Professor für Aerodynamik an der ETH in Zürich grundlegende Arbeiten für diesen wissenschaftlich-technischen Zweig der Physik lieferte; zu weltweitem Ansehen gelang er mit der Schaffung des Überschall-Windkanals, der wesentlich zur Lösung der Probleme des Fluges bei hohen Geschwindigkeiten und damit zur Entwicklung der Luftfahrt von heute beitrug.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 12.05.2010
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