Zweiter Weltkrieg - Fotos
Die folgenden Fotos wurden der Luftwaffe freundlicherweise von Herr Jürg Studer, CH-3084 Wabern (BE) zur Verfügung gestellt. Die Bilder stammen aus einer Sammlung seines Vaters Wm Karl «Charly» Studer, der während seiner Dienstzeit bei den Fliegerabwehrtruppen eingeteilt war. Wahrscheinlich war Studer bei der 7,5 cm-Flab-Einheit dabei, die das Feuer auf den unten abgebildeten deutschen Zerstörer eröffnete.
Beim Flugzeug auf den ersten vier Fotos handelt es sich um die von ihrer Besatzung verlassene Messerschmitt Bf 110C-1 mit der Kennung 2N+GN auf einer Almwiese bei Nunningen (SO), zirka 18 km südlich von Basel. Die Maschine der deutschen Luftwaffe führte dort am 8. Juni 1940 um 13.40 Uhr eine Notlandung durch. Beim Überfliegen des Flabgürtels von Belfort erhielt der Pulk, in dem sie mit flog, starken Beschuss vom Boden aus und wurde kurz darauf auch von französischen Jägern angegriffen. Dabei bekam die 2N+GN mehrere Treffer in den Steuerbord-Motor, was zu einem Motorenbrand führte. Die Besatzung drehte nach Osten ab um eigenes Gebiet zu erreichen, wozu eine zweite Bf 110 als Begleitschutz mit zurückgeschickt wurde. Beide Zerstörer hatten sich jedoch bei der Kursfestlegung verschätzt und gerieten zwischen Basel und Delémont über Schweizer Hoheitsgebiet. Sie flogen dabei mit einem östlichen Kurs weiter.
In der Gegend von Breitenbach eröffnete eidgenössische 7,5 cm-Flab das Feuer auf die zwei Flugzeuge. Offensichtlich mit Erfolg, denn die mit nur einem Motor fliegende 2N+GN verlor dabei schnell an Höhe und wurde vom Piloten nahe Nunningen bauchgelandet. Trotz Versuchs der Besatzung, mit einem Taschenfeuerzeug das Flugzeug in Brand zu setzen, blieb die Bf 110C-1 nahezu unbeschädigt, was eine genaue Untersuchung der technischen Details durch ein Kommando des Armeeflugzeugparks erlaubte.
Quelle für diese Angaben:
Buch «Deutsche Luftwaffe über der Schweiz 1939-1945» von Karl Ries, 1978, Verlag Dieter Hoffmann, Mainz, ISBN 3-87341-022-2
Messerschmitt Bf 110C-1




7,5 cm Flab Kan 1938 «Schneider» beim Stellungsbezug

- Firma Schneider & Co, Le Havre, Lizenzherstellung in der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun
7,5 cm Flab Kan 1938 «Schneider» in Stellung

- Möglicherweise ist die abgebildete Kanone eine Version der Eidgenössischen Waffenfabrik (W+F) Bern
20 mm Flab Kan 37 «Oerlikon»

Scheinwerferanlage 150 cm
Scheinwerferanlage «Siemens»
Ende 1936 werden vier Scheinwerfer/Horcheranlagen «Siemens» bestellt.
Scheinwerferanlage «Galileo»
Für 470'000 Franken bestellte das EMD Ende Dezember 1937 vier komplette Scheinwerferanlagen «Galileo», bestehend aus je einem Scheinwerfer 150 cm, einem Richtgerät, einem Horchgerät und einem Transportlastwagen. Die Gerätekonstruktion befriedigte aber nicht. Trotzdem blieben die Anlagen bis 1943 im Einsatz.
Flab Scheinwerfer 150 cm 1936

Horchgerät Elascope 1936

Horchgerät Elascope 1936

Stromaggregat (im Hintergrund rechts ein Horchgerät)
