Hersteller: Bücker-Flugzeugwerk, Rangsdorf (D) und Doflug Altenrhein (CH)
Baujahr: 1936
Verwendungszweck: höhere Ausbildung, Akrobatik, Luftkampf-Übungen
Besatzung: 1 Pilot
Im Einsatz: 1937 - 1968
Anzahl Flugzeuge: 52
Registrationen: U-51 bis U-56 = Original-Bücker
U-49, U-50, U-57 bis U-100 = Lizenbau Doflug Altenrhein
Bücker Bü 133C Jungmeister
Die Schweizer Luftwaffe hat ab 1936 für die Anfängerschulung insgesamt 52 Bü 133C Jungmeister beschafft. Im Anschluss an die Erprobung eines neuen Schulflugzeuges wurde 1936 auch ein Trainingsflugzeug für die Luftkampf-Ausbildung gesucht. Unter verschiedenen Typen ging der Bücker Bü 133C Jungmeister siegreich hervor. Dieser, wie auch der Bü 131 Jungmann, bewährte sich als Übungsflugzeug sehr gut. Für die Luftkampf-Ausbildung konnten die Flugzeuge wahlweise mit Mg-Kameras, mit einer eingebauten Stoppuhr versehen werden, deren Zifferblatt auf dem Film festgehalten war und so den zeitlichen Ablauf der beiden «Kampfhähne» registrierte. Auf diese Art liessen sich die Kampfübungen einwandfrei auswerten.
Ende 1968 musste diese äusserst erfolgreiche Flugzeugflotte nach über 30jährigem Einsatz vom Militärflugdienst zurückgezogen werden. Die Ursache dazu war das Fehlen einer Funkanlage und der Umstand, dass auf dem für die Grundschulung vorhandenen Pilatus P-3-03/05 ebenfalls Akrobatik geflogen werden konnte. Die noch übriggebliebenen Flugzeuge gingen 1969 an der Aero-Club der Schweiz über und wurden dort im zivilen Flugdienst verwendet. Einige davon sollen auch ins Ausland abgegeben worden sein. Einzelne Flugzeuge sind zu Ausstellungszwecken aufbewahrt worden. Seit 1972 steht die U-60 im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Ferner wurden drei Motoren zurückbehalten, wovon je ein Exemplar im Verkehrshaus Luzern, im Technorama Winterthur und im Flieger Flab Museum Dübendorf befindet. So ging die militärische Laufbahn eines geradezu legendären Flugzeugtyps zu Ende.




