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Schweizer Luftwaffe

De Havilland DH-112 Venom

DH-112 Mk 1R Venom (HB-RVA) / Foto: Marc Wenger / www.marcwenger.ch (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
DH-112 Mk 1R Venom (HB-RVA) / Foto: Marc Wenger / www.marcwenger.ch

Entwicklungsfirma: De Havilland Aircraft Ltd., Hatfield, Grossbritannien
Hersteller: F+W Emmen (heute RUAG Aviation), Doflug Altenrhein, Pilatus AG, Stans
Verwendungszweck: Mk 1 und Mk 4: Jagd, Erdkampf, Mk 1R: Aufklärung

Anzahl beschaffter Flugzeuge:
DH-112 Mk 1, Baujahr 1953: 126
DH-112 Mk 1R, Baujahr 1956: 24
DH-112 Mk 4, Baujahr 1956: 100


Registrationen:

DH-112 Mk 1, Baujahr 1953: J-1501 bis J-1625 und J-1650
DH-112 Mk 1R, Baujahr 1956: J-1626 bis J-1649
DH-112 Mk 4, Baujahr 1956: J-1701 bis J-1800

 

DH-112 Mk 1, Baujahr 1953

Noch während des Serienbaus des DH-100 Mk 6 Vampire konnte das inzwischen zum DH-112 Mk 1 Venom weiterentwickelte Kampfflugzeug auf breiter Basis, sowohl in England wie in der Schweiz, auf dessen Eignung erprobt werden. Die Resultate waren positiv, worauf anschliessend an die DH-100-Serie der Lizenzbau von 150 Venoms in Angriff genommen werden konnte. Inzwischen hatte sich auch die Firma Sulzer AG in Winterthur für den Lizenzbau von Turbostrahltriebwerken entschlossen und mit De Havilland einen Vertrag für den Bau der Ghost-48-Triebwerke für den Venom-Bedarf abgeschlossen.

DH-112 Mk 1R, Baujahr 1956

Die mit 12 Mustang-Aufklärerflugzeugen gesammelten Erfahrungen haben gezeigt, dass Aufklärung durch leistungsstarke Einsitzerflugzeuge mit eingebauten Kameras in der Armee nicht mehr wegzudenken ist. Als Ersatz für die ausgeschiedenen Mustang-Aufklärer wurden aus der DH-112-Mk 1-Serie am Schluss 24 Flugzeuge abgezweigt und mit den damals neuesten Reihenbildkameras und Zielvorrichtungen ausgerüstet. Gleichzeitig entstand auch die dazu notwendige Bodenorganisation.

Diese Spezialflugzeuge haben sich in jeder Beziehung bewährt. Im Zeitpunkt, da die Mirage IIIRS-Aufklärerstaffel einsatzbereit wurde, erfolgte die Reduktion auf total acht DH-112-Aufklärer. Diese dienten weiterhin für die Ausbildung der Aufklärerpiloten. Die überzähligen Einheiten wurden auf normale DH-112-Mk 1-Kampfflugzeuge zurücknormalisiert.

DH-112 Mk 4, Baujahr 1956

Noch während des Lizenzbaues der DH-112 Mk 1 konnte, gestützt auf die bis anhin mit den De Havilland-Düsenflugzeugen gesammelten guten Erfahrungen, ein neuer Lizenzvertrag für 100 Einheiten der inzwischen verbesserten Baureihe DH-112 Mk 4 abgeschlossen werden.

 

DH-112 Mk 4 Venom auf dem Flugplatz Meiringen mit Tarnschema von 1969. Modell von Helmut Dominik. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
DH-112 Mk 4 Venom auf dem Flugplatz Meiringen mit Tarnschema von 1969. Ein Modell von Helmut Dominik.

Technische Daten

DH-112 Mk 1 und DH-112 Mk 4
Triebwerk:De Havilland Ghost 48 Turbo-Strahltriebwerk
Maximal Schub:2220 kp, entspricht einer Vergleichsleistung von 7740 PS bei 945 km/h
Gewicht Abflug ohne Aussenlasten:5530 kg
Gewicht Maximum Abflug:6995 kg
Flächenbelastung:266 kg/m2
Länge:10.00 m
Höhe:1.88 m
Spannweite der Tragfläche:2.70 m mit Flent
Spannweite des Höhenleitwerks:4.17 m
Spurweite des Fahrwerkes:3.43 m
Bezugsfläche:26.10 m2
Maximum Geschwindigkeit horizontal:920 km/h
Steigleistung:22.0 m/s
Einsatzhöhe:8500 m.ü.M. (max. 12000 m.ü.M.)
Flugdauer:1 Stunde
Reichweite:700 km
Bewaffnung4 Kanonen 20 mm 48 Hispano Suiza HS-804
 8 Raketen 8 cm Oerlikon (innen)
 8 Raketen 8 cm Oerlikon (aussen mit Reck)
 2 Bomben von je 200 kg, oder
 2 Bomben von je 400 kg
Für Fragen zu dieser Seite: Kommunikation Luftwaffe
Zuletzt aktualisiert am: 11.04.2012
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