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Schweizer Luftwaffe

Die Mirage IIIDS fliegt wieder

Fast fünf Jahre ist es her, seit am 16. Dezember 2003 der letzte militärische Flug einer Schweizer Mirage stattfand. Am 16. September 2008 kehrte das Flugzeug mit dem markanten Deltaflügel an den Schweizer Himmel zurück. Dem Verein Espace Passion, der das Museum Clin d'Ailes in Payerne betreibt, ist es gelungen, die zivile Zulassung für eine Mirage IIIDS zu erhalten.

 

Mirage III DS beim Start.
Die Mirage IIIDS hebt zu ihrem ersten Passagierflug ab.
Der in einem dezenten grauen Tarnanstrich gehaltene Mirage-Doppelsitzer stand von 1982 bis 2003 bei der Schweizer Luftwaffe mit der Immatrikulation J-2012 im Einsatz. Nun ist das elegante Flugzeug, das bei manchem Aviatikbegeisterten starke Emotionen zu wecken vermag, vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zugelassen und trägt die zivile Immatrikulation HB-RDF. «Ab Ende 2005 beschäftigte sich ein Team von rund 30 Leuten mit der Instandstellung der Mirage. Pensionierte und aktive Mitarbeiter der Luftwaffe sowie Milizler, die alle in der Vergangenheit an diesem Flugzeug gearbeitet hatten, investierten insgesamt 4200 Stunden ihrer Freizeit», erklärte Chefmechaniker Gilbert Miauton an einer Pressekonferenz anlässlich des Erstflugs auf dem Militärflugplatz Payerne. Um die zivile Zulassung zu erlangen, mussten am Flugzeug einige Modifikationen vorgenommen werden. Miauton nannte den Einbau eines andern Transponders und eines neuen VHF-Funkgeräts. Zudem wurde die Mirage mit einem GPS-Navigationssystem mit Moving Map versehen.

Nur ein Pilot zertifiziert
Thierry Goetschmann, der den Mirage-Doppelsitzer pilotiert, sagte: «Das Flugzeug ist nun für den zivilen Sichtflug im Unterschall-Bereich zugelassen.» Da man lediglich 25 Flugstunden pro Jahr plane, habe man sich mit dem BAZL darauf geeinigt, nur einen Piloten zu zertifizieren, um einen genügenden Trainingsstand gewährleisten zu können. Um Goetschmann als zivilen Mirage-Piloten zu zertifizieren, musste der ehemalige Mirage-Simulator der Luftwaffe wieder in Betrieb genommen werden. Da sich dieser im Museum Clin d'Ailes Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. befindet, stellte dies kein grösseres Hindernis dar.

Passagierflüge werden angeboten
In ihrem zweiten Leben soll die Dassault Mirage IIIDS nun für Passagierflüge verwendet werden. Zusätzlich sind Auftritte an Airshows im In- und Ausland geplant. Schon beim ersten offiziellen Flug nach der Zertifizierung, jenem vom 16. September 2008, war mit dem Gynäkologen Eric Chardonnes aus Lausanne ein zahlender Passagier an Bord. Um einen der 40- bis 45-minütigen Flüge auf dem Backseat erleben zu können, muss man Mitglied von Espace Passion sein und einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Ein Gang zum Arzt ist in der Regel nicht notwendig. Trotzdem dürfte der Mirage-Flug für viele ein Traum bleiben: Die kosten für den Passagierflug liegen bei 18'000 Franken.

 

Mirage III DS (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
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Mirage III DS (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
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Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace
Paris-Le Bourget 2009

Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace Paris-Le Bourget 2009 Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
Anlässlich des Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace Paris-Le Bourget vom 15.-21. Juni 2009 hatte Thierry Goetschmann die Gelegenheit, diese Mirage IIIDS vor hunderttausenden von begeisterten Zuschauern mit einem attraktiven Flugprogramm vorzuführen. Ausserdem machte die französische Armée de l'air auch Flugaufnahmen in Formation mit einer Dassault Rafale. Ein paar dieser Fotos sehen Sie unten.
Dassault Mirage IIIDS und Rafale (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Dassault Mirage IIIDS und Rafale
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Zuletzt aktualisiert am: 12.05.2010
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