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Schweizer Luftwaffe

Letzter Flug für Sumatra

Kinder in Sumatra (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

SUPER PUMAS FLOGEN AM SONNTAG, 27.02.2005 LETZTEN EINSATZ IN SUMATRA

Am Sonntag, 27.02.2005 haben die Super Pumas der Schweizer Luftwaffe ihren letzten Einsatz in Sumatra geflogen. Die Soforthilfe war damit beendet und die 3 Helikopter und das 50-köpfige Detachement sind in die Schweiz zurück gekehrt. Tranportiert wurden ca. 368 Tonnen Hilfsgüter und rund 2'267 Passagiere.

Die Super Pumas des Schweizer Luftwaffen-Detachements auf Sumatra führten täglich Versorgungs- und Rettungsflüge an der Westküste der indonesischen Provinz Aceh aus. Transportiert wurden Zelte, medizinisches Material und Ärzte. Auch Schwerverwundete wurden nach Aceh in Spitalpflege geflogen. Die Helikopter waren täglich 5 bis 6 Stunden in der Luft.

Die Flugstrecke von Calang nach Banda Aceh beträgt rund 30 Minuten. Mit dem Auto hätte man 3 Stunden, wobei Teile der Strasse unterbrochen oder gar verschwunden sind. Der Aufbau dauert Monate oder gar Jahre. Deshalb wurden die isolierten Überlebenden aus der Luft versorgt. Die drei Super Pumas des Schweizer Luftwaffen-Detachements waren ein ideales Transportmittel. Wegen der grossen Hitze (38° C) reduzierte sich zwar die Leistung der Helikopter, für die Piloten war das insofern aber nicht ungewohnt, als die entsprechenden Daten etwa einem Einsatz in der Schweiz in 1000 Metern Höhe über Meer entsprachen.

„Beispiellose Effizienz“ - Viel Lob von allen Seiten
Das UNHCR (UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge), das die Schweizer für seine Operationen einsetzt hat, lobte die Schweizer Helikopter als eine „bedeutende Verstärkung für die Operationen, dank den Super Pumas hoben die Hilfsanstrengungen ab“. Höchstes Lob erhielten die Schweizer auch aus der obersten UNHCR Etage: „Die Schweizer seien extrem motiviert, wollen hart und mehr arbeiten und das UNHCR darf selber über die Prioritäten bestimmen, bei anderen Ländern entscheidet die Truppe, wann und wie sie Helikopter zur Verfügung stellen.
Auch französische Ärzte, die an Bord der Schweizer Helikopter Nothilfe leisteten, hielten ein dickes Lob für die Schweizer bereit: "Dank der guten Transportkapazitäten und weil die Schweizer Rettungsmissionen ausführten, haben viele Schwerverletzte überlebt".

Die 3 Armee Helikopter vom Typ Super Puma haben am Montag, 7. Januar 2005 die Schweiz Richtung Sumatra verlassen. Der Transport erfolgte mit einem Transportflugzeug des Typs Antonov AN 124 ab Kloten. Bereits zuvor war die Transportmaschine vom Typ Illjuschin IL 76 mit dem Material für den Betrieb der Schweizer Helikopter gelandet. Material und Helikopter wurden entladen. Die drei Super Pumas wurden wieder zusammengebaut. Getriebe und Rotoren wieder montiert. Anschliessend folgten Tests und Werkflüge. Am Montag, 17. Januar 2005 sind sie zum erstem Mal für Hilfsflüge gestartet.

Mit dabei sind auch Piloten der Lufttransport Staffel 6. Die ersten Piloten - darunter auch unser Kommandant Maj i Gst Tarnutzer Werner - sind Anfang Februar in die Schweiz zurück gekehrt.

 

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    Zuletzt aktualisiert am: 26.10.2011
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