Luftwaffe
Flugplatzkommando Payerne
CH-1530 Payerne
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Der kalte Krieg und der „Sechstagekrieg“ sollen das Leben am Flugplatz in der Broye und seine Infrastruktur erheblich verändern.
1966 sorgt die geplante Einführung des neuen Kampfflugzeugs Mirage IIIS für fieberhafte Aktivitäten in Payerne. Die Berufspiloten des Überwachungsgeschwaders, die die Mirage IIIS fliegen sollen, werden von Dübendorf nach Payerne versetzt.
Der Flugdienst mit der Mirage IIIS wird im Jahr 1967 von den Fliegerstaffeln 16 und 17 in Payerne aufgenommen. Auch der Flugsimulator SIMIR wird in Betrieb genommen, um den Piloten den Umstieg zu ermöglichen.
Anfang Mai desselben Jahres beginnt die erste Ausbildung von Mechanikerlehrlingen auf dem Flugplatz, es sind vier.
Noch im selben Jahr werden zwei Feuereinheiten des Fliegerabwehr-Lenkwaffensystems BL-64 Bloodhound an der Stellung Torny in Betrieb genommen. Wenngleich die Raketen von überall gut sichtbar sind, sind der Standort und die Systeme als "GEHEIM" eingestuft.
Von 1970 bis 1975 läuft der Bau von armierten Gewölben für Flugzeuge, um einen Kriegsstützpunkt zu schaffen. In diesem Zeitraum werden auch aktiv Grundstücke rund um den Flugplatz erworben.
1972 wird das Überwachungsgeschwader 18 definitiv in Payerne stationiert. Im selben Jahr wird das neue Gebäude der Flugsicherheit mit dem Kontrollturm eingeweiht. Ausserdem wird das erste Quadradar in Betrieb genommen, mit dem der Instrumentenanflug möglich wird.
In den neuen Räumlichkeiten von Halle 4 finden 1975 die Flugzeugreparaturdienste und in einem Nebengebäude die Avionikwerkstatt Platz. Die Piste wird um 350 m verlängert.
Am Jahresende beläuft sich der Personalbestand auf 259 Personen, zu denen noch 29 Lehrlinge und 13 Mitarbeiter an der Stellung der Fliegerabwehr-Lenkwaffen in Torny hinzukommen.
Mehrere an den Flugplatz angrenzende Gemeinden fordern 1976 eine finanzielle Entschädigung, die zum Teil mit dem Fluglärm begründet wird. Es werden bestimmte Arbeiten durchgeführt: Schallisolierung des College von Montet, der Ersatz von zwei Niveauübergängen der SBB durch eine Unterführung in Frasses (durch den Lärm der Flugzeuge konnte man die akustischen Warnsignale nicht hören) und die Verbesserung der Strassen in Aumont.
Im selben Jahr wird der neue Kontrollturm in Betrieb genommen, der die Anlagen von Halle 2 ersetzt.