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Schweizer Luftwaffe

Die Bedeutung der Luftwaffe (Flugplatz und Waffenplatz) für die Broye

Die Luftwaffe hat seit 1921 eine enge Beziehung zu Payerne und zur Broye. Wenngleich der Fluglärm die Anwohner in der Nähe des Militärflugplatzes stören mag, kommen den Gemeinden und den Bewohnern der Broye die wirtschaftlichen Effekte der Präsenz der Luftwaffe zugute. Sie ist im Laufe der Zeit einer der grössten Arbeitgeber in der Region geworden. Über 510 Personen haben heute eine enge Verbindung zum Einsatz und zur Ausbildung der Luftwaffe (Flugwesen und Fliegerabwehr) beim Flugplatzkommando und am Waffenplatz Payerne.

 

Payerne 1927 (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Payerne 1927

Payerne 1998 (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Payerne 1998

Flugplatz und Waffenplatz erstrecken sich über eine Fläche von etwa 320 Hektar, von denen 150 zum Territorium des Kantons Waadt und 170 zu dem des Kantons Freiburg gehören. Mit den Schiessplätzen und ausgelagerten Standorten ergibt sich eine Gesamtfläche von 500 Hektar, davon 350 im Kanton Freiburg.

Alle Grundstücke des Flugplatzes, die nicht direkt von einer Infrastruktur oder einem Übungsplatz betroffen sind, werden von den örtlichen Bauern zu Vorzugstarifen gemietet.

 

Das Flugplatzkommando Payerne


Das Flugplatzkommando Payerne hat sich ständig weiterentwickelt und ist heute das wichtigste Kommando und die Speerspitze der Luftwaffe. Um Flugbetrieb und die Wartung der Maschinen und Systeme zu gewährleisten bietet es 230 direkte Arbeitsplätze. Zu diesen Stellen kommen noch diejenigen der Logistikbasis der Armee und die von Skyguide hinzu.

 

Entgegennahme des Flugzeugs durch ein FA 18 Pilot  (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Etwa 40 Berufspiloten gehören den Fluggeschwadern und den Lufttransportgeschwadern des Flugplatzkommandos an.

Der Betrieb am Boden bietet High-Tech-Stellen für 150 Personen (Spezialisten, Mechaniker und Elektroniker für den Flugbetrieb und für die Wartung von Flugzeugen und Systemen, Sicherheit).

 

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BerufsbildungszentrumInhalt wird in neuem Fenster geöffnet.

Über 32 Lehrlinge werden am Lehrlingszentrum des Kommandos in den Bereichen Polymechanik (16) und Elektronik (16) ausgebildet. Sie werden von 4 dauerhaft beschäftigten Lehrmeistern betreut.

Jedes Jahr wird der Maschinenpark (CNC-Drehmaschinen, Schleifmaschinen, Programmierautomat usw.) modernisiert und ergänzt. Im Laufe der vergangenen 9 Jahre (1998 – 2006) beliefen sich die Investitionen auf 2'756'000.- Fr., was einem Jahresdurchschnitt von 306'000.- Fr. entspricht.

 

Die Summe der im Jahr 2006 an das Personal des Flugplatzkommandos (Piloten und Bodenpersonal) gezahlten Gehälter beläuft sich auf 22.5 Millionen Franken. Die Käufe von Verbrauchsmaterial machten einen Betrag von 875'000.- Fr. aus. Die Ausgaben für Energie (Strom, Wasser usw.) betrugen 1'200'000.- Fr.

Die Wohnorte des Personals des Flugplatzkommandos verdeutlichen die enge Bindung zwischen dem Militärflugplatz von Payerne und der Region der Broye.

 

Umkreis der Wohnorte um das Flugplatzkommando. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Umkreis der Wohnorte um das Flugplatzkommando.
Umkreis um den FlugplatzAnzahl der dort wohnenden MitarbeiterProzentsatz
0 - 5 km88 Mitarbeiter40 %
5.1 - 10 km67 Mitarbeiter30 %
10.1 - 15 km22 Mitarbeiter10 %
15.1 - 20 km14 Mitarbeiter6 %
> 20 km31 Mitarbeiter14 %

Die Auswirkungen der Einführung der F/A-18 in Payerne

Diese Auswirkungen sind konkret und zahlreich.

Der erste Effekt ist zunächst die Investition von 65 Millionen Franken für die Herstellung der Bauten, die mit der Anschaffung der F/A-18 verbunden sind:
• Der F/A-18-Flugsimulator
• Die Hornet-Flugzeugboxen
• Die Anpassung von Halle 5 mit Wartungssimulatoren für das Bodenpersonal
• Die Anpassung von Halle 4 für die Reparatur von Flugzeugen
• Die Anpassungen der Befestigungsanlagen und anderer Hallen
• Das Verlegen von zwei Halteseilen (wie auf Flugzeugträgern)
• Installation des Instrumentenlandesystems (ILS) für Piste 23

Dann wurde dem Flugplatzkommando eine neue Mission übertragen, denn es ist nun das Kompetenzzentrum für den Betrieb der Maschinen des Typs F/A-18. Dieses Zentrum beschäftigt 4 Spezialisten, darunter einen dipl. Ingenieur EPFL, der für die gesamte Schweiz für alle technischen Bereiche im Zusammenhang mit dem Betrieb, dem Flugdienst und der ersten Reparaturebene der F/A-18 zuständig ist. Die Dokumentation zur F/A-18 für Betrieb und Wartung umfasst etwa 70'000 Seiten, etwa zehn Mal soviel wie für andere Flugzeugtypen.

Durch die Installation und den Betrieb der verschiedenen Flug- und Ausbildungssimulatoren für die F/A-18 wurden 12 neue Arbeitsplätze für Fluglehrer und Techniker geschaffen.

 

Wartung Halle 4  (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Die Auswirkungen für das mit der Vorbereitung und Reparatur der Flugzeuge beauftragte Personal sind ebenfalls sehr positiv. Der dem VBS und der Luftwaffe seit dem Projekt EMD 95 abverlangte Stellenabbau hatte keinen direkten Einfluss auf die Mitarbeiterzahl, da die operative Bedeutung des Flugplatzkommandos Payerne auf höchster Ebene anerkannt wurde.

 



Die anderen am Flugplatzkommando und Waffenplatz Payerne stationierten Organisationen

  • Der Generalstab der Luftwaffe und der Einsatzstab der Luftwaffe

Etwa 30 Militärpiloten, Berufsoffiziere und -unteroffiziere sowie Spezialisten dieser beiden Organisationen haben ihren Arbeitsplatz am Militärflugplatz Payerne.

  • Der Lehrverband Flieger 31 (LVb Fl 31)

Der LVb Fl 31 beschäftigt fast 60 Berufsoffiziere, -unteroffiziere und -piloten sowie 40 Zeitmilitärs und 20 Zivilisten. Diese Personen sind verantwortlich für die Führung des LVb Fl, die Ausbildung der Piloten in der Pilotenschule, für die Ausbildung, die Verwaltung und die Logistik an der Fliegerrekrutenschule und für die Offiziers- und Unteroffizierslehrgänge. Jedes Jahr bilden drei Rekrutenschulen rund 750 Fliegersoldaten aus (250 pro Schule). 

  • Der Lehrverband Fliegerabwehr 33 (LVb Flab 33)

Mehr als 70 Personen, darunter 35 Berufsoffiziere und unteroffiziere sowie 30 Zeitmilitärs stellen die Ausbildung aller Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere sicher, die für den Einsatz des Flugabwehrraketensystems STINGER verantwortlich sind.

  • Die Logistikbasis der Armee (LBA) – Unterstützung der Luftwaffe

Die Unterstützung der Luftwaffe der LBA stellt mit über 60 Arbeitsplätzen den Betrieb und die Instandhaltung der Infrastruktur des Flugplatzes und der Kasernen sowie die Ver- und Entsorgungsprozesse und die Verwaltung von Ausrüstung sicher.

Die Summe der im Jahr 2006 an das für den Betrieb des Flugplatzes und der Kasernen zuständige Personal der Logistikbasis der Armee gezahlten Gehälter beläuft sich auf 4.9 Millionen Franken.

  • Skyguide

Skyguide stellt mit 18 Personen (Fluglotsen und Wetterfachleute) sämtliche Dienstleistungen der Flugsicherung bereit, die von der Luftwaffe benötigt werden.

  • RUAG Aerospace

RUAG Aerospace beschäftigt 3 Werkspiloten, die für Kontrollflüge mit allen Flugzeugen verantwortlich sind, und 3 Ingenieure, die für bestimmte Wartungs- und Entwicklungsaufgaben an den F/A-18 Simulatoren zuständig sind.

  • SV Group

Dieses Unternehmen betreibt die Personalkantinen PATIO in der Kaserne der Fliegerabwehr und Top Air am Flugplatz. Es beschäftigt 16 Personen, deren Auslastung 9.45 Vollzeitstellen entspricht.

 

Präsenz der Rekruten-, Offiziers- und Unteroffiziersschulen von Flugwesen und Flugabwehr


Diese Präsenz der Rekrutenschulen, die Lehrgänge für Offiziere und Unteroffiziere, die technischen Lehrgänge und jährlichen Wiederholungskurse sind von grosser Bedeutung für die regionale Wirtschaft.

Ein Militärjahr in der Fliegerkaserne (LVb Fl 31) entspricht etwa 160'000 Diensttagen, an denen das Verpflegungszentrum der Truppe für die Verpflegung sorgt. Das bedeutet 400'000 Mahlzeiten, die einem Umsatz von 1’000'000.- (eine Million) Franken für die regionale Wirtschaft entsprechen. 50% des Bedarfs an Fleisch, Obst, Gemüse und anderen Waren werden in Payerne eingekauft und die verbleibenden 50% in einem Umkreis von nicht mehr als 10 bis 15 Kilometern.

Der Beitrag des Lehrverbands Fliegerabwehr 33 (LVb Flab 33) beläuft sich auf etwa 130'000 Soldtage, 300'000 Mahlzeiten, die das Verpflegungszentrum der Flab serviert, und 700'000.- Franken an Lebensmitteleinkäufen.

Hinzu kommen noch die Ausgaben von Piloten, Kadern und anderen Personen, die für einen mehr oder weniger langen Aufenthalt in die Region „einberufen“ werden oder kurzzeitig hier tätig sind.

Die indirekten Beiträge lassen sich nur schwer beziffern, da hierzu die privaten Ausgaben von Militärs in den Geschäften vor Ort gehören, aber auch der nicht unerhebliche touristische Effekt, denn die Militärangehören zeigen gern ihren Familien den Ort, wo sie ihre Rekrutenschule absolviert und ihren Dienst geleistet haben.

 

Bauarbeiten

 

Arbeiten an der Piste (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Für die für den Betrieb und die Wartung der Flugzeuge erforderlichen Bauten, die Unterhaltung der Piste, den Ausbau und die Instandsetzung der Infrastruktur des Flugplatzes sowie für den Ausbau und die Instandsetzung der Kasernen für Flieger und Fliegerabwehr wurden seit 1987 insgesamt 221 Millionen Franken investiert, darunter 102 Millionen für die Einführung der F/A-18.

 

Investitionen und Unterhaltung der Infrastruktur 1987 – 2006

 

Flugplatz
Bauten für die F/A-1842.0 Mio Chf
Simulator F/A-1823.0 Mio Chf
Renovierung von Infrastruktur30.0 Mio Chf
Piste (Instandsetzung)23.0 Mio Chf
Fenster Morens1.0 Mio Chf
Laufender Unterhalt (0.6 Mio. Fr./Jahr)14.0 Mio Chf
Waffenplatz – Renovierung / Erweiterung
Kasernen Flab und Flugwesen52.0 Mio Chf
Fliegerkaserne36.0 Mio Chf
Total 221.0 Mio Chf

 

Für Fragen zu dieser Seite: Kommunikation Luftwaffe
Zuletzt aktualisiert am: 30.05.2011
Verbandsabzeichen Flugplatzkommando Payerne

Kontakt

Luftwaffe
Flugplatzkommando Payerne
CH-1530 Payerne

+41 26 662 21 11 Telefon
+41 26 662 22 80 Fax

E-Mail base-aerienne-payerne.lw@vtg.admin.ch 

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