Seite drucken | Fenster schliessen
Schweizer Luftwaffe

06.06.2003 - Positive Bilanz der Schweizer Armee zum G-8-Einsatz

Die Schweizer Armee zieht nach dem Einsatz im Rahmen des G-8-Gipfels in Evian (F) eine positive Bilanz. Am Boden und auf dem Genfersee erfüllte die Ar-mee ihre 46 Hauptaufträge jederzeit und ohne Zwischenfälle. Und auch in den Bereichen Luftpolizei und Lufttransport wurden die Ziele vollumfänglich erreicht.
Während der Dauer des G-8-Gipfels vom 1. bis 3. Juni 2003 gelang es keinem Flugobjekt, den Eintritt in die Flugsperrzone Evian zu erzwingen. Die Schweizer Luftwaffe führte total acht Interventionen durch – drei bei Verletzung der bewilligungspflichtigen Zone, fünf bei nicht konformem Flugverhalten, aber ohne Zonenverletzung.
Der Schutz aus der Luft war stets gewährleistet. Im Bereich Lufttransport erleichterten die eingesetzten Mittel die Arbeit der Behörden und der Truppe in hohem Masse.
Viel zum Gelingen des Einsatzes hat das seit ein paar Jahren praktizierte Einsatz- und Verfahrenstraining zwischen der Schweizer und der Französischen Luftwaffe beigetragen. Die erstmals in dieser Form angewandte Aufgabenteilung hat die Bewährungsprobe bestanden. Die gemeinsame Führungs- und Einsatzleitung war zudem ein Garant für rasches und gezieltes Handeln. Und schliesslich hat die hohe Qualität der Einsatzflugzeuge F/A-18 und Mirage 2000-5 wesentlich zum Erfolg beigetragen.
Total wurden während des G-8-Gipfels folgende Flugleistungen erbracht: (im Bereich Luftpolizei) F/A-18 155 Std, PC-7 150 Std, (im Bereich Lufttransport) Super Puma 100 Std, Alouette III 170 Std. Der Mehraufwand an Flugstunden während des G-8-Gipfels wurde in der Vorbereitungs- und Abbauphase kompensiert.

Einsatz am Boden ohne Zwischenfälle

Am Boden und auf dem Genfersee hatte die aus Truppenkörpern aller Landesgebiete modular zusammengesetzte Land Task Force (L TF) ‚COLIBRI‘ die Aufgabe, mit Arbeit im Hintergrund die zivilen Sicherheitsorgane für deren Aufgaben im Vordergrund zu entlasten. Die Land Task Force leistete ihren Einsatz subsidiär zugunsten der Kantone Genf, Waadt und Wallis.
Dabei unterstützte sie die zivilen Behörden im logistischen Bereich durch Transporte, Material zur Geländeverstärkung, Übermittlungsmaterial, Sanitäts- und andere Dienst-leistungen, im Sicherheitsbereich durch die Erfüllung subsidiärer Bewachungs-, Überwachungs-, Beobachtungs- und Kontrollaufgaben.
46 Hauptaufträge erfüllte die Land Task Force - von der Bewachung des Flughafens Genf über Beobachtungsaufgaben entlang der Autobahn, dem Betreiben von Patrouillen mit Militärbooten auf dem See bis hin zur Bewachung von Telekommunikationseinrichtungen auf den Höhenzügen der Region und zur Verstärkung der Sanitätsinfrastrukturen. Dazu kam die Sicherung der eigenen Führungs-, Telematik- und Logistikeinrichtungen. Dank genauer Einhaltung der Einsatzgrundsätze gab es keinerlei Zwischenfälle.

Bilanz positiv
Im Assistenzdienst zur Wahrnehmung des Kernauftrags leisteten Luft- und Bodentrup-pen insgesamt 66'327 Diensttage; zusammen mit Auf- und Abbauphase ergibt sich ein Total von rund 90'000 Diensttagen.
Die Unterstützung der Kantone durch die Armee war notwendig. Durch den Armeeeinsatz im rückwärtigen Bereich erhielten die zivilen Behörden den nötigen Handlungsspielraum, um ihre Aufgaben wahrzunehmen. Dabei hat die Armee gezeigt, dass sie in der Lage ist, anspruchsvolle Aufgaben mit qualitativ hoch stehenden Leistungen zu erfüllen.
Erfolgreich war der Einsatz auch aus der Optik der Grundsätze der neuen Armee XXI. Die Modularität des Einsatzes mit Truppenkörpern aus dem ganzen Landesgebiet unter einem territorial verankerten Kommando hat sich bewährt.
Die Kooperation zwischen zwei Ländern, drei Kantonen, Luft- und Bodentruppen und dem Grenzwachtkorps verlief vorbildlich. Die Partner ergänzten sich komplementär.

Für Rückfragen:
Philippe Zahno, Informationschef Generalstab
Tel. 031 324 52 17

 

Für Fragen zu dieser Seite: Kommunikation Luftwaffe
Zuletzt aktualisiert am: 12.05.2010
Verbandsabzeichen Luftwaffe
Seite drucken | Fenster schliessen